Es geht voran (Teil 1 von 2)

11.05.2016 von Boris Springer

Wie schon immer leben Menschen auch heute in Zeiten des Wandels. Vielen Zeitgenossen fällt es jedoch nach wie vor schwer, sich auf Neuerungen einzustellen. „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“ sagt schon der Volksmund. Es zeigt sich gerne der Egoismus, der Veränderungen überall dort gerne sieht oder sogar fordert, wo sie das eigene Umfeld nicht betreffen. Persönlich möchte jeder nur dann involviert sein, wenn ihm Verbesserungen, Erleichterungen oder finanzielle Vorteile winken.

Das Gleiche gilt auch für den eigenen Beruf. Keiner hat Spaß an der ewig gleichen Arbeit aus Lehrzeiten, allzu groß sollten die Neuerungen aber bitteschön dann doch nicht sein. Besonders im fortgeschrittenen Berufsleben wird Konstanz geliebt, was auch auf der wissenschaftlich bewiesenen Tatsache beruht, dass das Gehirn für das Denken mit zunehmendem Alter immer mehr Energie verbraucht und eingefahrene Denkmuster leichter abgerufen werden können.

Nicht nur Individuen, sondern auch Unternehmen sind heutzutage zu Veränderungen verpflichtet. Alleine schon der Zwang, wirtschaftlich mit den Mitbewerbern mithalten zu können, verlangt Innovationen, kreative Ideen und die Schaffung besonderer Kundennutzen. Anders war es noch in den fünf letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts, in denen vielfach sichere Umsätze gemacht und gute Gewinne eingefahren wurden. Das bot den Mitarbeitern Arbeitsplätze, ein regelmäßig steigendes Einkommen und die Aussicht auf eine sichere Rente. Nicht selten waren Arbeitnehmer während ihres gesamten Berufslebens im gleichen Betrieb beschäftigt.

Seit dem Aufkeimen des digitalen Zeitalters ist das alles anders. Die Zeit für einen erneuten, dramatischen Umbruch war gekommen. Die vorhandene Arbeit veränderte sich, neue Felder entstanden, vor allem erhöhte sich die Arbeitsgeschwindigkeit dramatisch, womit viele nicht umgehen konnten. Ein Ende der Entwicklung ist nicht abzusehen, nahezu sämtliche Bauteile werden weiterhin leistungsfähiger, schneller, kleiner und dabei preisgünstiger, so dass sich auch in den nächsten Jahren vieles wandeln wird. Das ist ein Fakt. Jedem Einzelnen wie auch jedem Unternehmen bleibt nur die Entscheidung, inwieweit dort mitgespielt wird oder wie schnell einen die Realität und das Umfeld abhängt.

Schon jetzt ist sicher, dass die Arbeit beim immer gleichen Arbeitnehmer zukünftig eher die Ausnahme sein wird. Statt dessen muss jeder – auch im fortgeschrittenen Berufsleben – mit Änderungen rechnen. Wie sehr sich die Arbeitskultur in Deutschland bereits ändert, zeigen die vielen Zeitgenossen aus der Generation Y, die völlig neuartige Vorstellungen, Kenntnisse und Kompetenzen mitbringen. Das führt zu frischem Wind, den Unternehmen nicht nur durch diese jüngeren Mitarbeiter zu spüren bekommen, sondern vor allem durch bisher nie dagewesene Mitbewerber, die als StartUps mithilfe elektronischer Neuerungen und vor allem mit einer bisher ungekannten Flexibilität die Märkte aufmischen werden.

Im zweiten Teil dieser Kolumne geht es in der nächsten Woche um eine Branche, der dieser neue Weg schon kräftig ins Gesicht bläst.

Herzlichst
Ihr
Boris Springer

PS: Unten haben Sie die Möglichkeit, Ihre Meinung zu dieser Kolumne zu äußern. Ich freue mich auf Ihre Beiträge.

Bild: Innovation
Bildquelle: JMG / pixelio.de
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