Von Gold umgebener Chef von billionenschwerem Unternehmen kritisiert Kapitalismus

25.05.2016 von Boris Springer

# Diese Werte-Kolumne wurde nicht auf www.HS-Woche.de veröffentlicht #

Rom (dpo) - Papst Franziskus, der Chef des billionenschweren Unternehmens "Römisch-katholische Kirche", hat in einem vielbeachteten Schreiben das vorherrschende Wirtschaftssystem scharf kritisiert. Das ökonomische System sei "in der Wurzel ungerecht", moniert der Palastbesitzer, dessen Firma jährlich viele Milliarden Euro mit den durch Kirchensteuer und Spenden finanzierten Produkten "Hoffnung und Seelenfrieden" umsetzt. Hinzu kommen Einnahmen aus dem Besitz von Verlagen, Immobilien, Aktien, festverzinslichen Wertpapieren und anderen über die ganze Welt verstreuten Kapitalbeteiligungen.

"Diese Wirtschaft tötet", klagt Franziskus im Apostolischen Schreiben "Evangelii Gaudium", während er allein durch die Ablehnung von Kondomen jährlich Mitverantwortung für Hunderte von AIDS-Toten trägt.

Es sei "unglaublich, dass es kein Aufsehen erregt, wenn ein alter Mann, der gezwungen ist, auf der Straße zu leben, erfriert, während eine Baisse an der Börse Schlagzeilen macht", so das Oberhaupt des "Heiligen Stuhls", in dessen Besitz sich unter anderem die Vatikanbank befindet – ein Kreditinstitut, das mithilfe von Mafiaverstrickungen und anderen undurchsichtigen Finanzspekulationen eine jährliche Bilanzsumme von rund fünf Milliarden Euro erzielt.

Weiterhin gibt Franziskus, gegen dessen Grundbesitz, Reichtum und Macht selbst Tebartz-van Elst vor Neid erblassen muss, zu bedenken: "Der Mensch wird als Konsumgut betrachtet, das man gebrauchen und dann wegwerfen kann. Die Ausgeschlossenen werden zu Müll und zu Abfall." Das Fazit: "Das Geld muss dienen und nicht regieren!"

Gefragt, ob die Kapitalismuskritik von Papst Franziskus nun bedeute, die Katholische Kirche würde ihren gesamten Besitz im Wert von Hunderten von Billionen Euro veräußern und den Armen zugutekommen lassen, erklärte ein Vatikansprecher: "Natürlich nicht! Allerdings können wir nicht ausschließen, dass Franziskus weiterhin gelegentlich jugendlichen Straftätern publikumswirksam die Füße waschen wird."

Danke an www.Der-Postillon.com für diesen Beitrag.
Quellenangabe http://www.der-postillon.com/2013/11/in-palast-lebender-chef-von.html?m=1 
(veröffentlicht am 23.11.2013)

Herzlichst
Ihr
Boris Springer

PS: Unten haben Sie die Möglichkeit, Ihre Meinung zu dieser Kolumne zu äußern. Ich freue mich auf Ihre Beiträge.

Bild: Papst Franziskus als Figur
Bildquelle: Jan Zinserling / pixelio.de
www.pixelio.de

Bildquelle (Originalartikel): Gabriel Andrés Trujillo Escobedo
https://www.flickr.com/photos/93945494@N03/8568763842

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