Uns geht's gut!

05.01.2011 von Boris Springer

Das Jahr 2010 ist Geschichte. Im letzten Januar noch als ein schweres, wirtschaftlich hartes Jahr angekündigt hat sich mittlerweile gezeigt, dass die Schwarzmalerei nur bedingt sinnvoll war. Ein Jahr später stellen wir nämlich fest, dass sich Deutschland im starken Wirtschaftsaufschwung befindet und dass die Beschäftigtenzahlen neue Höchstmarken erreichen. Auch hier sei vor Übertreibung gewarnt; Hochmut kommt schließlich vor dem Fall.

Was bedeutet der wirtschaftliche Aufschwung für jeden Einzelnen? Er lässt die Menschen entspannter in die Zukunft schauen, was wiederum unsere Leistung erhöht. Hinzu kommt, dass wir die beiden größten Sorgen der Deutschen – Krieg und Krankheiten – momentan gut im Griff haben: Wir leben seit langem in Frieden, selbst der kalte Krieg ist Vergangenheit. Und unser Gesundheitssystem ist allen Fehlern zum Trotz eines der besten der Welt.

Wenn da nicht unsere Ansprüche wären. Immer wieder gibt es etwas zu meckern. Hier ist etwas im Argen, dort sitzt etwas quer. Viel lieber sollten wir uns über unser Dasein freuen. Keiner Generation vorher ging es so gut wie der derzeitigen. Beispiele gefällig?: Die meisten Kinder wachsen bereits im Wohlstand auf und kennen keine Entbehrungen. Die Arbeit ist wesentlich ungefährlicher als noch vor wenigen Jahrzehnten, dazu ist die Arbeitszeit stark gesunken. Die Rentner-Generation ist nachweislich so reich wie noch niemals zuvor. Gigantische Sach- und Geldwerte werden jedes Jahr vererbt. Und das Ganze dürfen wir noch länger auskosten, weil wir länger leben.

Und dennoch wollen wir mehr? Der Grund dafür ist, dass wir unsere Situation mit der von anderen vergleichen. Diese sind vermeintlich gesünder, reicher, was auch immer. Damit sind wir unzufrieden, anstatt eine Gegebenheit auch mal zu akzeptieren oder wahlweise die Ärmel hochzukrempeln. Viel zu selten fragen wir uns, auf welchem Niveau wir hier jammern! Zufriedenheit und Bescheidenheit sind eher die Haltungen der Wahl. Blicke auf andere Teile der Welt oder in die Vergangenheit belegen das. Auch dann, wenn es uns heute mal nicht besser geht als gestern. Besonders treffend sagte das die Financial Times: “Rezession ist eine Zeit, in der wir auf Dinge verzichten müssen, die unsere Großeltern nicht einmal kannten”.

Genießen wir es, im Jahr 2011 in Deutschland leben zu dürfen!

Herzlichst
Ihr
Boris Springer

Lesen Sie nächste Woche: Redenden Menschen kann geholfen werden

Bildquelle: www.pixelio.de; Fotograf: Jeanette

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