Redenden Menschen kann geholfen werden

12.01.2011 von Boris Springer

Wie gewohnt kommen wir morgens in unser Büro. Die Kollegin oder der Kollege wirft uns ein knappes “Moin” oder “Moggähn” zu. Das passiert nun schon zum dritten Mal, letzte Woche wurden wir noch mit “Guten Morgen” und (Vor-) Namen begrüßt. Auch tagsüber ist es verdächtig still im Büro. Was ist passiert?

Auf diese Situation reagieren Menschen unterschiedlich. Das hat sowohl etwas mit dem Typus als auch mit der Atmosphäre zu tun, d.h. wie wir miteinander umgehen. In jedem Fall ist es wichtig, diese Situation nicht eskalieren zu lassen.

Die gefühlten Verstimmungen können verschiedenste Ursachen haben. Vielleicht sind sie gar nicht real, d.h. wir denken nur, es läge etwas in der Luft. Daneben besteht die Möglichkeit, dass unser/e Kollege/in Probleme hat, die uns nicht zu interessieren haben. Neben weiteren Alternativen ist es ebenso möglich, dass wir unbemerkt etwas verursacht haben.

Was können wir tun? “Weiter so” und das Zurückziehen ins Schneckenhaus ist die denkbar schlechteste Alternative. Dadurch würde der Graben tiefer, die Lage sich nur unnötig verschärfen. Also reden wir drüber. Das bewährteste Mittel ist die vorsichtige Frage unter vier Augen und in ruhiger Atmosphäre, ob unser Eindruck der Verstimmung richtig sei und ob wir etwas tun könnten. Danach – beim aktiven Hinhören – ist größte Sensibilität gefragt. Aus der Antwort ziehen wir schließlich unsere Rückschlüsse, ob wir uns etwa ungewollt einmischen oder ob unsere Hilfe tatsächlich gewünscht ist.

Nur wenn wir letzteres deutlich erkennen (sensibles Nachfragen hilft auch da!) ist es legitim, aktiv zu handeln. In jedem Fall ist es – nicht nur im Büro – wichtig, mögliche Differenzen aktiv anzusprechen und so den Anstoß zu deren Klärung zu liefern. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Frage, ob wir (mit)verantwortlich für eine schlechte Stimmung sind und ob wir die Möglichkeit haben, das zu ändern.

Eine stress- und konfliktfreie Zeit wünscht Ihnen

Herzlichst
Ihr
Boris Springer

Lesen Sie nächste Woche: Sind Kühe lila und geben sie H-Milch?

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