Achtzehn Mal

24.08.2011 von Boris Springer

Die Gesundheit ist unser höchstes Gut. Erst im Krankheitsfall wird realisiert, wie nebensächlich bisherige “Probleme” sind. Daher setzen wir dann alles daran, um möglichst schnell wieder gesund zu werden oder zumindest den aktuellen Zustand zu erhalten. Nicht, indem das bisherige Verhalten geändert wird, um Körper und Geist möglichst lange “frisch” zu halten, sondern durch Besuche bei Ärzten, die uns Chemiepräparate zur Symptomlinderung verschreiben. Achtzehn Mal war jeder deutsche 2008 durchschnittlich beim Arzt (Quelle: Arztreport der Barmer GEK). Wohl gemerkt: durchschnittlich. Tendenz steigend.

Ist jeder dieser Arztbesuche wirklich notwendig? Oder wird dabei auf “Nummer sicher” gegangen? Schließlich kosten Arztbesuche bis auf die Praxisgebühr “nichts”. Die Beiträge zur Krankenversicherung werden sowieso bezahlt, da kann diese Leistung in Anspruch genommen werden. Denn die eigene Gesundheit ist uns schließlich die wichtigste!

Auffällig ist, dass sich gerade bei den beiden häufigsten Diagnosen und Beschwerden – die zusammen fast 50 Prozent ausmachen – vorbeugen lässt. Der Bluthochdruck steht mit 25,7 Prozent an der Spitze, gefolgt von Rückenschmerzen mit 24,1 Prozent. Mit gesunder Ernährung und ausreichender, richtiger Bewegung ließen sich diese beiden Krankheitsbilder drastisch reduzieren – unabhängig davon, welche Kosten sie verursachen.

Es ist nicht nur der (Kranken-)Versicherten-Gemeinschaft gegenüber wertschätzend und unserem eigenen Geldbeutel gegenüber sinnvoll, eigenverantwortlich und langfristig zur Senkung der Krankheitskosten in Deutschland beizutragen. Verantwortungsvolles, gesundes Handeln sich selbst gegenüber vermeidet in allererster Linie Schmerzen und steigert das Wohlbefinden.

Herzlichst
Ihr
Boris Springer

PS: Unten haben Sie die Möglichkeit, Ihre Meinung zu dieser Kolumne zu äußern. Ich freue mich auf Ihre Beiträge.

Lesen Sie nächste Woche: Wer zahlt die Miete?

Foto: www.pixelio.de; Fotograf: Andreas Morlock

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