Für Groß und Klein

27.02.2013 von Boris Springer

Unsere Gesellschaft altert. Das können wir gut finden oder nicht, es ändert nichts an der Tatsache. Für Unternehmen jeglicher Ausrichtung gilt es, sich mit diesem so genannten demografischen Wandel zu beschäftigen. Dabei ist es für bestimmte Branchen legitim, zu der unternehmerischen Entscheidung zu kommen, sich auch zukünftig weiterhin auf die “werberelevante Zielgruppe” der bis 49-Jährigen zu konzentrieren. Die kaufkräftige Generation 50plus bleibt dabei außen vor.

Ob diese Entscheidung klug ist, sei dahin gestellt. Vieles, was vor Jahren nur für die Jüngeren interessant war, wird heute auch von Älteren gekauft. Beispielhaft seien die Elektronik mit Mobiltelefonen, Computern und modernen Fernsehgeräten sowie die Reisebranche genannt.

Andere Branchen kommen nicht umhin, sich auf die Älteren ein- und für die Zukunft auch auszurichten. Besonders gefordert sind dabei jene Unternehmen, die von Groß bis Klein sämtliche Kunden erreichen wollen.

Ein schönes Beispiel von gelungener Ansprache ganz junger Besucher wie auch älterer Kunden ist bei einem Supermarkt in Hückelhoven zu beobachten (siehe Foto). Der einst innovative, für Kleinkinder unbequeme ausklappbare Metall-Sitz im Einkaufswagen wurde längst abgelöst durch für Kinder attraktivere Lösungen wie bspw. unter dem Einkaufswagen angebrachte Plastik-Autos. Gleich daneben wurde an die Älteren, Gehbehinderten oder Kranken gedacht. Rollator-ähnliche Gefährte machen das Einkaufen für jene Menschen leichter, die sich zwischendurch ausruhen möchten oder müssen.

Dabei bleibt zu hoffen, dass diese Kunden den Markt mit dem eigenen Pkw nur dann  anfahren, wenn sie dazu ohne Gefährdung eigenen und fremden Lebens in der Lage sind.

In jedem Fall bietet sich hier jenen Kunden, die trotz eingeschränkter Gesundheit weiterhin am öffentlichen Leben teilhaben wollen die Möglichkeit, ihre Einkäufe selbst zu erledigen und dafür keine fremde Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen.

Herzlichst
Ihr
Boris Springer

PS: Unten haben Sie die Möglichkeit, Ihre Meinung zu dieser Kolumne zu äußern. Ich freue mich auf Ihre Beiträge.

Lesen Sie nächste Woche: Anonym ist feige

Bildquelle: Springer

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