Fahren am Limit

30.04.2013 von Boris Springer

Die heutige Kolumne ist den Lkw-Fahrern gewidmet. Jenen, die meist tagtäglich dieser anstrengenden Arbeit nachgehen und diese pflichtbewusst und unter Einhaltung aller Regeln ausüben. Viele könnten anderen Tätigkeiten nachgehen, wenn die Politik sich – der ökologischen Vernunft folgend – gegen andere Verkehrswege entschieden hätte.

Die zunehmenden Verkehrsstaus und der immer unerträglicher werdende Lkw-Verkehr ist eine große Belastung für die Menschen wie für die Straßen; beide leiden unter den vielen Brummis. Und die Fahrer selbst stehen unter großem Druck, sei es zeitlich oder auch hinsichtlich der langen Konzentration.

Bereits mehrfach wurde der Wunsch an mich herangetragen, etwas zu den drei häufigsten Sünden der Lkw-Fahrer auf den Autobahnen zu schreiben. Dem komme ich gerne nach, nicht ohne auf die große Zahl rücksichtsvoller und höflicher Fahrer hinzuweisen.

Tatsächlich beobachte ich während meiner vielen Fahrten auf den Autobahnen ebenfalls drei häufige Ärgernisse:
1.: Zu geringer Abstand zum Vordermann. Bremst dieser plötzlich, so hat der Fahrer des folgenden Lkw – selbst unter Voraussetzung größter Konzentration – keine Chance, einen Aufprall zu vermeiden.
2.: Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit. Selbst mit meinem auf knapp über 80 km/Std eingestellten Tempomaten ziehen vorausfahrende Lkw in engen Baustellen davon. Nachfolgende holen auf und zwingen die Vorausfahrer, schneller zu fahren.
3.: Überholen trotz Überholverbot. Während die große Masse der Lkw rechts in Kolonne fährt, stelle auch ich bei gefühlt fast jeder Überholverbotszone mindestens einen Überholer fest. Offensichtlich ist der Termindruck zu groß und das Risiko, erwischt zu werden bzw. ab und an eine Strafe zahlen zu müssen, zu gering.

Es bleibt zu hoffen, dass sich alle Brummi-Fahrer an die „Spiel“-Regeln halten und vorausschauend und konzentriert ihrer Tätigkeit nachgehen. Ebenso obliegt der Politik wie den beteiligten Unternehmen die Verantwortung, den Fahrern beste Voraussetzungen für Ihre Arbeit zu liefern.

Herzlichst
Ihr
Boris Springer

PS: Unten haben Sie die Möglichkeit, Ihre Meinung zu dieser Kolumne zu äußern. Ich freue mich auf Ihre Beiträge.

Lesen Sie nächste Woche: Geiz ist ... manchmal tödlich

Bildquelle: Harry Hautumm / pixelio.de
www.pixelio.de

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